Anlässlich des letzten Meditationsabend zum Thema LOSLASSEN, ist dieses Herbstlichtmandala entstanden.
Herbst und Licht – beides Begriffe, die wunderbar zum Thema passen. Alles in der Natur folgt einem Zyklus von Werden und Vergehen. Dazwischen gibt es diese Atempause der Stille.
Die Bäume lassen ihre Blätter im Herbst selbstverständlich fallen. Die Zugvögel sammeln sich im Herbst und ziehen gegen Süden, manche Tiere begeben sich in den Winterschlaf. Jeder weiß, wann „es“ Zeit ist für den nächsten Zyklus, nur der Mensch nicht.
Wir halten fest, an erschöpfender Arbeit, an ungesunden Beziehungen, Wohnorten und und und. Lieber das vertraute Leid, als der Schritt ins Unbekannte.
Festhalten benötigt sehr viel von unseren kostbaren Lebensenergie. Während wir tun, was schon lange nicht mehr zu uns gehört, halten wir daran fest, als ob es der einzige Schatz in unserem Leben wäre und werden dabei erschöpfter und erschöpfter.
Unser Ego hält fest, unsere Seele möchte den nächsten Schritt machen: Das kostet Kraft.
Loslassen braucht Vertrauen.
Deshalb ist der erste Schritt seine Leben in die eigene Seelenschwingung zu bringen, der Aufbau von Vertrauen in die eigenen Entscheidungen, die Selbstverantwortung die Konsequenzen zu tragen und auf diesem Weg die eigenen Denk- und Gefühlsmuster zu hinterfragen.
Loslassen ist eine Entscheidung, der ein Entwicklungsprozess folgt.
Loslassen bedeutet liebgewordene Gewohnheiten und Menschen zurückzulassen um neue Gewohnheiten und neue Menschen in sein Leben einzuladen.
Es ist ein Weg der durch Trauer, Angst und Schmerz führen kann, bevor sich das Gefühl der Erleichterung und einer neuen Freiheit einstellt.
Wer kennt nicht das Gefühl, wenn man zurückblickt auf die schwierigsten Situationen im Leben und doch dankbar sagen kann:“ Gut, dass es so gekommen ist, denn heute bin ich glücklicher, freier, gesünder …..“
Das ganze Leben ist ein großer Entwicklungsprozess des Bindens und Lösens und endet mit dem letzten großen Loslassen, dem Tod hier auf der Erde. Und wir dürfen der Natur vertrauen, dass dieses Ende nach dem Stillstand der Atempause wieder beginnt. In einer anderen Zeit, an einem anderen Ort. Was bleibt sind die wahren Gefühle der Liebe.
Ich habe den Weg des Loslassens vor langer Zeit bewusst begonnen und möchte keinen Tag zurückdrehen. Jeder Schritt hat mich näher zu mir selbst geführt und führt mich noch.
Heute begleite ich Menschen dabei ihre eigenen Spuren zu setzen und zu Beginn einmal, sich selbst zu spüren und anzunehmen.
Sich zu vertrauen.
http://www.margit-seitelberger.com
FB: Praxis Margit Seitelberger


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