Sterben ist nur umziehen in ein anderes Haus…

„Sterben ist nur umziehen in ein anderes Haus“ sind die Worte von Elisabeth Kübler-Ross für den Sterbeprozess.
Wie fühlen sich diese Stationen an, bis die Seele dieses „neue Haus“ erreicht hat? Ich habe dazu diese Geschichte einer Seele empfangen, die mich beruhigt und berührt.

EINE SEELE ERZÄHLT:

Ich wandere durch ein dunkles Tal. Meine Beine sind schwer, mein Rücken schmerzt. Menschen um mich herum. Ich kann ihren Trost nicht mehr annehmen. Zu schwer, zu viel ist der Schmerz. Mir ist bewusst, dass ich alle Fähigkeiten verliere, ja, schon verloren habe. Doch loslassen ist  schwierig, denn wohin geht die Reise?
Unsicher wage ich die ersten Schritte. Führen sie aus meinem Leid?
Ich komme an ein Gewässer und steige in ein Boot. Rudere hinaus auf´s Wasser. Die Wellen schaukeln mich sanft, wie die Arme meiner Mutter. Erinnerung der Geborgenheit nimmt Raum in mir. Ich fühle mich geborgen.
Doch Nebel um mich. Ich rudere und rudere, doch finde ich den Weg nicht. Zeit und Raum werden bedeutungslos, verschwimmen in eine Einheit aus Sein.
Da! Ein heller Schein! Die Strömung nimmt mich mit und trägt mich fort, weiter in einen Fluss aus Farben. Neugierde steigt in mir auf: Was ist das?
Innere Gewissheit berührt mein Herz: Ich bin getragen von dem Strom meiner Gefühle in all ihren Facetten. Ich schließe meine Augen und genieße es gehalten und getragen zu sein. Es ist gut mit meinem Fühlen Eins zu sein. Alles in mir ordnet sich, darf einen Platz haben, ist gut genug. Aufatmen. Ich spüre, dass ich in ruhigere Gewässer gleite. Das Schaukeln meines Bootes geht in ein sanftes Schweben über.
Ich öffne meine Augen und befinde mich in einer Bucht voll Frieden und Ruhe, voll Wärme und Sonnenschein. Mein Atem wird tief und weit und dieser vollkommene Frieden erreicht mein Herz und füllt es aus. Es ist das erste Mal, dass ich dieses wunderschöne Friedensgefühl wahrnehme und ich lasse mich ganz auf dieses Fühlen ein, bis ich Frieden bin.
Da entsteht am Ende der Bucht eine Regenbogenbrücke, hell und strahlend. So groß und weit, dass ich ihr Ende nicht sehen kann.
Mein Boot ist nun angekommen am Beginn des Regenbogens. Ich steige aus und tanze in dieser herrlichen Farbpalette aus Licht und mir wird bewusst, dass ich Licht bin.
Vertraute Stimmen machen sich aus dem Lichtspiel des Regenbogens bemerkbar: Mein Mann, mein Sohn, meine Mutter – sie und noch mehr vertraute Stimmen und Gesichter, die mir vorausgegangen sind erwarten mich.
Ein tiefes Glücksgefühl durchflutet mich. Wir umarmen uns mit unseren Seelenarmen und feiern unser Wiedersehen. Gemeinsam lachen und tanzen wir über die Regenbogenbrücke in das strahlende Licht meines neuen Lebens. Ich bin frei.

ICH BIN LIEBE

 

 


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